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Texte für Blog und Website verfassen: SEO-Grundlagen

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SEO-Grundlagen

SEO für Einsteiger

Ratschläge für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt es wie Sand am Meer. Manche sind veraltet, andere Binsenweisheiten. Doch wie findet der Einsteiger sich dabei zurecht? Welche sind die essentiellen Dinge, die man als Blogger und Betreiber einer Website umgesetzt haben sollte und die mit nicht zu großem Aufwand realisierbar sind?

Zu den vergleichsweise einfach umzusetzenden Grundlagen zählt das umsichtige Verfassen und eine nachvollziehbare Struktur von Texten. Um diese Bereiche wollen wir uns in diesem Artikel kümmern. Der Fokus liegt dabei vor allem auf WordPress-Nutzern.

Bisher sind in der Reihe SEO-Grundlagen erschienen:

Die Bedeutung des Lesers für die Suchmaschinenoptimierung

Das Verhalten des Lesers auf unserer Website ist ein sehr gewichtiges Kriterium für die Platzierung bei den Suchmaschinen. Google registriert differenziert, ob ein Leser nach dem Klick auf einen Treffer in der Suche auf der Website verbleibt oder recht schnell zu anderen Suchtreffern wechselt. Daran misst Google die Relevanz der Inhalte für die genutzten Suchbegriffe bzw. Suchphrasen und passt die Positionierungen entsprechend an. Umso höher die Verweildauer und umso niedriger die Absprungrate auf unserer Website ist, umso besser.

Deshalb ist es besonders relevant, dass wir den Leser nicht durch schlecht strukturierte Texte, unpassende Überschriften und unverständliche Sprache in die Flucht schlagen. Und ganz ehrlich: Wenn ich Texte sehe, die in jeder zweiten Zeile Rechtschreibfehler enthalten, klicke ich sofort weg. Der beste Inhalt nutzt nicht viel, wenn er den Leser nicht zum Bleiben animiert, sein Interesse weckt oder Lösungen bzw. Antworten für sein Anliegen liefert.

Texte formulieren und strukturieren

Einfache Sprache

Natürlich sollst du deine Expertise zeigen! Doch dies gelingt nicht zwangsläufig durch die exzessive Verwendung von Fachvokabular oder kompliziert verschachtelte Sätze. Ganz im Gegenteil: Hier gilt es ausgewogen vorzugehen und das Publikum im Blick zu behalten. Frage dich stets, für wen du schreiben möchtest. Im Zweifel sind zwei Sätze besser als einer. Dass dies Übung erfordert und man dabei mit der Zeit immer besser agiert, versteht sich von selbst. Julian Stalter gibt für Blogger weitergehende Tipps zu Formulierungsstrategien.

Struktur und Überschriften

Eine differenzierte und kleinteilige Struktur durch Überschriften, Absätze und Aufzählungen ist unentbehrlich. Das Netz ist ein kurzlebiges Medium. Wenn der Leser nicht mit ein oder zwei Blicken erfasst, ob er auf der Seite die gewünschten Informationen findet oder der Text für ihn von Interesse ist, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er wegklickt und sich einer besser strukturierten Seite zuwendet.

Bei der Verwendung der Überschriften ist es wichtig, auf eine semantisch korrekte Hierarchie zu achten. Der Titel der Seite oder des Blogbeitrags wird in der Regel eine h1-Überschrift sein. Weitere Inhaltsebenen erhalten dann h2-, h3-, wenig nötig sogar h4-Überschriften. Wie das im Detail aussehen kann, zeigt uns Matthias Anhalt.

Wie man einen hervorragenden Inhalt mit fehlender Struktur abwertet und den Geduldsfaden des Lesers auf die Probe stellt, demonstriert beispielhaft ein Blogbeitrag auf Kultur hoch N, der mit kleiner Schrift, zu langen Absätzen und gänzlich ohne Zwischenüberschriften daherkommt. (Ich darf das hoffentlich anmerken, da ich selbst dem Vorstand von Kultur hoch N angehöre und den Autor zudem sehr schätze.) Bei längeren Blogbeiträgen empfehle ich, so wie auf meinem Blog mit einem Inhaltsverzeichnis zu arbeiten. Mit WordPress ist dies durch ein Plugin recht simpel umzusetzen.

Sich so kurz wie möglich zu fassen, ist übrigens immer ein guter Ratgeber, gerade für die Startseite einer Website. Letztere sollte den Inhalt der Website vor allem in der Breite und mit Unterstützung von Abbildungen vorstellen. Für Blogbeiträge wiederum findet man unterschiedliche Empfehlungen. Ich plädiere dafür, sich zwischen 500 und 1500 Wörtern zu bewegen. Bekanntlich ist die Aufmerksamkeitsspanne des Lesers im Netz nicht sehr hoch.

Merkliste:

  • ausreichend Zwischenüberschriften setzen
  • Überschriften stringent hierarchisch gliedern
  • nicht zu lange Absätze und keine unnötig verschachtelte Sätze
  • mit Auflistungen arbeiten
  • ggf. Inhaltsverzeichnis einsetzen
  • so kurz wie möglich fassen

Überschätze Keywords?

Schreibt nicht für Suchmaschinen, sondern für den Leser! Das honorieren Google und Co. Deren Algorithmen sind in der Lage, Inhalte zu analysieren, Zusammenhänge herzustellen und zu erkennen, ob die Texte aus natürlicher Sprache bestehen. Es ist daher nicht zielführend, ja sogar kontraproduktiv, sie zwanghaft mit Keywords zu überfrachten.

Etwas differenzierter müssen wir auf die Überschriften blicken. Insbesondere im Titel sollten die relevanten Keywords auftauchen. Das ist nicht nur für die Suchmaschinen maßgeblich, sondern signalisiert auch dem Leser, dass er hier richtig ist. Auch bei den weiteren Überschriften-Ebenen sollten wir darauf achten, einen engen inhaltlichen Bezug zum Text herzustellen und dem Leser einen Mehrwert zu bieten. Häufig empfiehlt sich, mit Synonymen zu arbeiten.

Das Ziel ist ein konsistenter Gesamteindruck, der Leser und Suchmaschine gleichermaßen überzeugt. Letzteres ergibt sich meist aus ersterem. Die Frage, wie man die besten Keywords für seinen Inhalte findet, soll in einer späteren Folge behandelt werden.

2 thoughts on “Texte für Blog und Website verfassen: SEO-Grundlagen

    1. Danke für das Lob. Gerade Blogger sollten sich die Mühe machen, zumindest grundlegende SEO-Maßnahmen umzusetzen. Das ist mein Anliegen. Wirklich professionelle Suchmaschinenoptimierung erfordert dagegen viel mehr Aufwand.

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