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Ist Bloggen noch relevant?
Bloggen ist nicht mehr so trendig, wie es vor einigen Jahrzehnten war. Mittlerweile gibt es Blogs wie Sand am Meer und um als Neuling aus der Masse herauszustechen, dazu gehören viele Faktoren. Nun mag eine große Aufmerksamkeit nicht jedermanns Triebfeder für das Schreiben sein, aber seien wir ehrlich: Wer wird lange durchhalten, wenn das Geschriebene niemand zur Kenntnis nimmt?
Blogs sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Medienlandschaft. Sie sind relevant, auch wenn soziale Netzwerke, Video-Plattformen, Newsletter, Podcasts und seit einigen Jahren auch KI-Anwendungen die digitale Öffentlichkeit stark verändert haben. Viele Menschen leben von Blogs, wenngleich andere Kanäle wie Instagram, TikTok oder YouTube ihnen in manchen Sparten den Rang ablaufen. Dabei muss man aber stark differenzieren. Gerade bei Themen, die inhaltliche Tiefe und das geschriebene Wort erfordern, geht kein Weg an Blogs vorbei. Nachhaltigkeit ist der entscheidende Vorteil gegenüber den Social-Media-Kanälen. Und das gilt ebenso für Kulturblogs, wie Angelika Schoder hervorhebt.
Blogs können auf der anderen Seite anders als klassische Medien Trends setzen, weil sie einen weitaus größeren Spielraum beim Polarisieren für sich beanspruchen können. Gerade in Zeiten von schwer beherrschbaren Algorithmen ist der eigene Blog zudem ein Gegenpol zu Plattformabhängigkeit, algorithmischen Reichweitenverlusten und KI-generierten Kurzantworten: Wer regelmäßig eigene Inhalte veröffentlicht, baut ein Archiv, eine Stimme und im besten Fall eine direkte Leserschaft auf. Insofern darf gerne mehr Wertschätzung für die bloggende Zunft und ihre kreativen Erzeugnisse gefordert werden. Dies ist ein triftiger und logischer Grund für diesen Artikel.
WordPress.org und WordPress.com
Als Blogger kommt man kaum an WordPress vorbei. Es ist die Software bzw. der Dienst schlechthin, die die Arbeit des Bloggers erleichtert. Doch immer wieder erlebe ich es, dass dabei WordPress.org und WordPress.com nicht auseinandergehalten werden können. Beide beruhen auf WordPress, meinen aber nicht dasselbe. Wo genau liegt denn nun der Unterschied?
Bei der Software, die man auf WordPress.org herunterladen kann, handelt es sich um ein sogenanntes Content Management System (CMS). Mit solchen Systemen wird auch der technisch weniger versierte Laie ohne Programmierkenntnisse in die Lage versetzt, Websites – im Speziellen auch Blogs – zu erstellen und zu verwalten. Es ist eine gute und nachhaltige Lösung, die sehr verbreitet ist. Kaum eine Website wird heute ohne ein CMS umgesetzt. Wenn sich – wie bei WordPress – eine riesige Community gebildet hat, bietet sich dank zahlreicher Plugins und Themes eine nahezu grenzenlose individuelle Erweiterbarkeit und Flexibilität des Systems. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich um Hosting, Wartung, Updates und Sicherheit entweder selbst kümmert oder jemanden damit beauftragt.
WordPress.com offeriert dagegen ein Baukastensystem auf Grundlage von WordPress inklusive Hosting. Es ist für den Hobbyblogger gedacht, der ganz schnell loslegen möchte und sich möglichst wenig mit Technik beschäftigen will. Wer aber ernsthaft langfristig und nachhaltig plant, sollte genau prüfen, ob diese Variante zu den eigenen Zielen passt. Das Angebot setzt eine geringere Starthürde, bringt aber je nach Tarif auch Einschränkungen und Abhängigkeiten mit sich. Bereits die dabei zugewiesene Webadresse wunschname.wordpress.com hinterlässt einen provisorischen Eindruck, wenn man sie nicht durch eine eigene Domain ersetzt. Ausführlicher erläutere ich die Unterschiede zwischen WordPress.org und WordPress.com in einem eigenen Blogartikel.
Nützliche Plugins
Die Zahl der Plugins für WordPress ist nahezu unüberschaubar. Es gibt kostenlose, aber auch kostenpflichtige. Letztere besitzen häufig eine abgespeckte kostenlose Version, die in vielen Fällen für den durchschnittlichen Blogger ausreicht. Die Erweiterungen spielen in alle Bereiche der Verwaltung und Nutzung von WordPress hinein. Hier eine Auswahl der wichtigsten zusammenzutragen, würde dem Phänomen nicht gerecht werden, zumal es stark auf den Einsatzbereich des Blogs ankommt, welche davon für den eigenen Gebrauch sinnvoll erscheinen. Gute Zusammenstellungen finden sich bei Blogmojo und WP Ninjas. Zu empfehlen sind grundsätzlich Plugins zur Unterstützung der Suchmaschinenoptimierung, der Performance, der Sicherheit und der Backups.
Dabei gilt 2026 mehr denn je: Weniger ist oft mehr. Jedes zusätzliche Plugin kann die Website verlangsamen, die Wartung erschweren oder im ungünstigen Fall ein Sicherheitsrisiko darstellen. Achtet daher darauf, nur wirklich benötigte Erweiterungen zu installieren, sie regelmäßig zu aktualisieren und vor der Installation zu prüfen, ob sie gepflegt werden, mit der aktuellen WordPress-Version kompatibel sind und gute Bewertungen besitzen. Mehr zu Wartung und Pflege des eigenen WordPress-Systems habe ich in einem eigenen Blogartikel zusammengetragen.
Themenfindung
Als ich mit dem Bloggen angefangen habe, stand eine Motivation dahinter. Ich wollte einen Kommunikationskanal schaffen, der es mir ermöglichte, mich unabhängig von der Kurzlebigkeit und Oberflächlichkeit der sozialen Medien in der Öffentlichkeit zu bestimmten Themen zu äußern. Das war für mich zunächst spannendes Neuland, aber ich merkte schnell: Wahrgenommen werden die eigenen Gedanken meist nur dann von anderen, wenn man sich spezialisiert und einzigartige Texte verfasst.
Es wäre naiv zu glauben, dass Leser nur darauf warten, alles Erdenkliche eines neuen Bloggers zu konsumieren. Daher mein Rat: Finde dein (Nischen-)Thema! Es sollte nicht nur einen Mehrwert für deine Leser oder Zielgruppe bieten, du solltest darin Kompetenzen besitzen, die dich aus der Masse herausheben. Allgemeine Inhalte sind schnell austauschbar, während persönliche Erfahrung, fachliche Einordnung und eine erkennbare Haltung einem Blog Profil geben. Und nicht zu vergessen: Habe Spaß an diesem Thema, sodass du auch noch in Jahren darüber schreiben möchtest.
Blogtexte verfassen
Form und Struktur
Zum Verfassen von Blogtexten gibt es unzählige Ratgeber. Ich mache erst gar nicht den Versuch, einen weiteren hinzuzufügen. Ich möchte lediglich kurz auf die wichtigsten Kriterien für gelungene Blogtexte eingehen und unter diesem Abschnitt dann eine Liste mit Leseempfehlungen zu dem Thema anbieten.
Wichtig ist eine nicht zu lange, knackige Überschrift, die keine Zweifel darüber zulässt, wovon der Beitrag handelt. Auch das wichtigste Keyword sollte nach Möglichkeit in der Überschrift auftauchen, sofern es sich natürlich einfügt. Ich selbst arbeite gerne mit fünf bis acht Wörtern. Überhaupt sind überlange, verschachtelte Sätze kein guter Stil für Blogtexte. Bei der Textlänge sollte man sich nicht an starren Vorgaben festklammern. Für viele Beiträge können 500 bis 1500 Wörter ein sinnvoller Rahmen sein. Ausführlichere Leitfäden dürfen aber auch länger ausfallen, wenn sie genügend Substanz bieten und den Leser nicht langweilen. Bekanntlich ist die Aufmerksamkeitsspanne eines Lesers im Netz nicht sehr hoch. Viele Nutzer scannen einen Text zunächst nur, bevor sie entscheiden, ob sie tiefer einsteigen.
In jeder Hinsicht ist auch eine klare Gliederung von großem Vorteil. Ich empfehle, viele Zwischenüberschriften und Absätze zu verwenden. Dabei dürft ihr gerne auch hierarchisch abstufen, also Überschriften unterer Ebenen einsetzen, wenn es sinnvoll erscheint. Auch Aufzählungen und Nummerierungen helfen dem Leser ungemein, den Inhalt schnell zu erfassen. Spezieller Tipp: Setze ein Plugin oder eine entsprechende Block-Funktion ein, die automatisch ein Inhaltsverzeichnis generieren.
Schreibstil
Um die Leser zu binden, ist ein persönlicher, aber nicht unsachlicher Stil empfehlenswert. Bloggen ist kein klassischer Journalismus, welcher sich in der Regel um Neutralität bemüht. Bloggen kommt eher einer Kolumne gleich. Es darf und soll daher die eigene Meinung herausgestellt und auch polarisiert werden. Authentizität ist ein essenzieller Faktor für gute und gerne gelesene Blogs. Gerade in Zeiten von KI ist sie noch wichtiger geworden, weil rein generische Texte schnell austauschbar wirken. Eigene Erfahrung, eine erkennbare Haltung und fachliche Einordnung geben einem Blog Profil.
Jeder muss seinen eigenen Stil finden. Dein Text sollte einzigartig sein und Mehrwert bieten! Das heißt nicht, dass jedes Thema völlig neu sein muss. Entscheidend ist vielmehr, dass du ihm eine eigene Perspektive, konkrete Erfahrung oder eine besonders hilfreiche Aufbereitung hinzufügst. Gut, die Einzigartigkeit ist ein Idealfall, der nicht immer erreicht werden kann, wie dieser Beitrag hier bereits zeigt.
Leseempfehlungen
Schreibtipps für Blogger – Drei Strategien für eine lebendigere Sprache
10 Tipps zum Texten fürs Web – Sprache, Schreibstil & Tools
Blog schreiben: In nur 6 Schritten zum erfolgreichen Blogartikel
Blogartikel mit KI schreiben – der Guide für dich als Selbstständige
Fotodatenbanken
Kaum ein Blogger wird ohne Bildmaterial auskommen. Text mit ansprechender Bebilderung wird besser wahrgenommen und ist anschaulicher. Was aber tun, wenn eigenes Bildmaterial nicht oder nicht in entsprechender Qualität vorliegt? Hierfür bieten sich Fotodatenbanken an, die kostenlos nutzbares Bildmaterial anbieten. Allerdings sollte man genauer hinschauen: Nicht jede kostenlose Bilddatenbank arbeitet mit gemeinfreien Inhalten oder einer Creative-Commons-Lizenz. Häufig gelten eigene Plattformlizenzen mit bestimmten Einschränkungen. Einen Überblick über die besten Plattformen habe ich in einem anderen Blogbeitrag zusammengestellt.
Der bekannteste Vertreter und noch immer mein Favorit ist Pixabay, auch wenn die Plattform ihre Lizenzbedingungen seit 2019 mehrfach angepasst hat. Ältere Inhalte können dort noch unter CC0 stehen, neuere Inhalte fallen in der Regel unter die eigene Pixabay-Content-License. Für viele Blogger ist Pixabay weiterhin gut nutzbar, sofern die jeweiligen Lizenzbedingungen beachtet werden.
Suchmaschinenoptimierung (SEO)
Allgemeines
Auch bei der Suchmaschinenoptimierung wollen wir uns nur einige grundlegende Tipps anschauen, die von Anfängern leicht umgesetzt werden können (und sollten!). SEO ist heute nicht weniger wichtig geworden als vor Jahren, aber der Blick darauf hat sich verändert. Es geht nicht mehr darum, Suchmaschinen mit Tricks zu bedienen, sondern Inhalte so aufzubereiten, dass sie für Leser hilfreich sind und von Suchmaschinen gut verstanden werden können. Das gilt auch im Umfeld von KI-Antworten und generativer Suche: Eine saubere Struktur, verständliche Sprache, eigene Erfahrung und verlässliche Informationen bleiben entscheidend. Wer sich tiefer in die Materie einarbeiten möchte, für den stelle ich unten wieder eine Linkliste zusammen bzw. verweise auf meine Reihe zu SEO-Grundlagen: Wer sich tiefer in die Materie einarbeiten möchte, für den stelle ich unten wieder eine Linkliste zusammen bzw. verweise auf meine Reihe zu SEO-Grundlagen:
- Teil 1: Bilder fürs Web optimieren
- Teil 2: Texte für Blog und Website verfassen
- Teil 3: Linkbuilding-Strategien
Textstruktur
Vergesst bitte alles, was ihr in alten SEO-Ratgebern gehört habt. Googles Algorithmen haben sich erheblich weiterentwickelt. Mit der Umsetzung obiger Ratschläge für die Gestaltung lesenswerter Blogbeiträge haben wir schon viel richtig gemacht. Texte schreibt man für seine Leser, nicht für Google. Suchmaschinenoptimierung sollte diesen Grundsatz unterstützen, nicht ersetzen. Je natürlicher ein Text wirkt, desto besser ist er auch für die eigene Suchmaschinenoptimierung. Natürlich sollte man die entscheidenden Keywords nicht gänzlich aus dem Auge verlieren, aber eine unnatürliche Häufung schadet mehr, als sie nutzen kann. Besser ist es, Synonyme zu verwenden und ein Thema inhaltlich so abzudecken, dass Leser eine hilfreiche Antwort auf ihre Frage erhalten.
Eine übersichtliche Struktur des Blogbeitrags mit vielen Überschriften ist nicht nur für den Leser angenehm, sondern hilft auch Google, den Text richtig zu erfassen. Essenziell ist dabei, dass man die Überschriften nicht manuell formatiert, sondern im Editor präzise eine Formatierung als Überschrift zuweist, die der hierarchischen Ebene entspricht: Überschrift 2, Überschrift 3 etc. Von den meisten Themes dürfte die Formatierung Überschrift 1 bereits dem Titel des Beitrages zugewiesen worden sein. Im HTML-Code erkennt man die verschiedenen Ebenen übrigens an den Tags: h1, h2, h3 etc.
Bilddateien optimieren
Ein weiterer Faktor ist für eine gute Platzierung in den Suchmaschinen und für eine angenehme Nutzung der Website von großer Bedeutung: die Ladezeit. Während dabei Umstände wie Servergeschwindigkeit und überladene Themes oder Plugins vom technisch wenig affinen Anfänger kaum überblickt werden können, so können wir zumindest mit der Auswahl unseres Bildmaterials viel richtig machen. Achtet darauf, Bilddateien nicht größer in eure Beiträge einzubinden als notwendig und sie vor dem Hochladen sinnvoll zu verkleinern bzw. zu komprimieren. Gerade große Bilder können sich negativ auf die Ladezeit und damit auf die Core Web Vitals auswirken.
Abhängig vom verwendeten Theme dürfte die Breite des Inhaltsbereichs häufig um 1200 Pixel liegen. Mehr müssen auch eure Grafiken in vielen Fällen nicht besitzen. Das gilt natürlich nicht für Headerbilder oder das für einen WordPress-Beitrag explizit zu definierende Beitragsbild. Hier kocht jedes Theme sein eigenes Süppchen und rechnet vielfach die hochgeladene Bilddatei herunter. Moderne WordPress-Themes arbeiten zudem responsiv und liefern je nach Bildschirmgröße unterschiedliche Bildgrößen aus. Trotzdem sollte man nicht unnötig riesige Originaldateien hochladen. Sinnvoll sind heute außerdem moderne Bildformate wie WebP oder AVIF, sofern sie vom eigenen Workflow und der Website unterstützt werden. Eine gute Einführung in das Bildmanagement von WordPress findet sich auf Theme Coder und bei Raidboxes.
Und noch eines sollte bei der Verwendung von Grafik- und Bilddateien beachtet werden: Wir sollten unsere Bilddateien dem Thema unseres Blogbeitrags entsprechend benennen, also auch die relevanten Keywords auftauchen lassen. Das sollte aber natürlich und beschreibend geschehen, nicht als bloße Aneinanderreihung von Suchbegriffen. Gleiches gilt für das sogenannte Alt-Attribut, das man jeder Datei nach dem Hochladen zuweisen kann. Der Alt-Text hilft Suchmaschinen, den Inhalt eines Bildes besser einzuordnen, ist aber vor allem auch für die Barrierefreiheit wichtig. Er sollte daher knapp und treffend beschreiben, was auf dem Bild zu sehen ist bzw. welche Funktion das Bild im Beitrag erfüllt.
Leseempfehlungen
Wer sich etwas tiefer mit SEO befassen möchte, für den habe ich einige grundlegende Leseempfehlungen:
Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO)
32 SEO-Tipps für 2026, die du sofort umsetzen kannst
Die 32 besten SEO-Tipps für Anfänger
WordPress SEO: So holst du mehr aus deiner Website heraus
SEO 2026: Die wichtigsten Trends für die neue Suchlandschaft
Rechtliche Fragen
Impressum
Die wichtigsten rechtlichen Fragen betreffen das Impressum und den Datenschutz. Ich möchte an dieser Stelle nicht die rechtlichen Grundlagen beackern, aufgrund derer Blogger in Deutschland in der Regel ein Impressum führen müssen, sondern lediglich Hilfestellung bieten, es korrekt umzusetzen. Seit 2024 ist dabei nicht mehr das frühere Telemediengesetz maßgeblich, sondern vor allem das Digitale-Dienste-Gesetz (DDG). Wer noch einen alten Hinweis auf § 5 TMG im Impressum stehen hat, sollte ihn prüfen und in der Regel durch § 5 DDG ersetzen oder ganz auf die Nennung der Rechtsgrundlage verzichten. Das Impressum sollte zumindest folgende Angaben enthalten:
- Vor- und Nachname
- Postadresse
- E-Mail-Adresse
- Telefonnummer
Je nach Anbieter können weitere Angaben erforderlich sein, etwa zur Rechtsform, Vertretungsberechtigung, Umsatzsteuer-ID, Registereintragung oder zuständigen Aufsichtsbehörde. Gerade bei geschäftlich genutzten Blogs sollte man daher nicht einfach ein altes Muster übernehmen. Hintergründe und eine ausführliche Erläuterung zur Impressumspflicht für Blogger bietet ein Artikel der Kanzlei Hasselbach.
Datenschutzerklärung
Spätestens seit der Einführung der DSGVO im Mai 2018 ist die Umsetzung einer korrekten Datenschutzerklärung eine Herausforderung. Ohne ein ausgiebiges Befassen mit der Technik des eigenen Blogs sowie der Thematik der DSGVO selbst ist diese Aufgabe kaum zu bewältigen. Hinzu kommt das TDDDG, das vor allem bei Cookies, Tracking, Analyse-Tools und ähnlichen Technologien eine Rolle spielt. Wer Dienste wie Statistik-Tools, eingebettete Videos, externe Schriftarten, Newsletter, Kommentarbereiche oder Social-Media-Plugins nutzt, sollte genau prüfen, welche Daten verarbeitet werden, ob eine Einwilligung erforderlich ist und ob diese Dienste in der Datenschutzerklärung genannt werden müssen.
Im Netz findet man zudem einige empfehlenswerte Datenschutz-Generatoren. Meine persönlichen Favoriten sind diejenigen von RA Dr. Schwenke und RA Solmecke. Solche Generatoren sind ein guter Ausgangspunkt, ersetzen aber nicht die Prüfung der tatsächlich eingesetzten Dienste und Plugins. Gleichwohl kann nicht verschwiegen werden, dass beim Datenschutz in vielen Detailfragen Rechtsunsicherheit herrscht, bis Gerichte die Bestimmungen der DSGVO und der ergänzenden nationalen Regelungen abschließend interpretiert haben.



Ich habe mit dem Bloggen auf wp.com begonnen und dachte anfangs auch; Wenn man richtig bloggen will, muss man wp.org nutzen. Aber damals gab es noch nicht so viele Domains und so war die Subdomain kulturmanagement.wordpress.com die einzige Möglichkeit, das Schlagwort „Kulturmanagement“ nutzen zu können. Mit wp.com im Rücken gehörte ich zu den ersten Blogs, die bei Google den PageRank 6 schafften.
Dachte ich anfangs auch anfangs, dass eine Subdomain unprofessionell wirkt, so hat sich meine Meinung im Laufe der Jahre geändert. Für ein Unternehmen oder eine größere Kultureinrichtung mag das gelten, aber für mich als Einzelkämpfer war das nie ein Punkt, wo ich dachte, dass mir daraus Nachteile entstehen.
Erst durch die DSGVO habe ich den Impuls erhalten, mich ein wenig von wp.com zu lösen. Wobei das nicht ganz stimmt, denn ich bin auch jetzt noch bei wp.com. Allerdings habe ich den Businesstarif gewählt, mit dem man alle Freiheiten von wp.org hat, sich aber weiterhin nicht um die Software kümmern muss.
Ansonsten: danke für die hilfreiche Einführung! Sie bietet einen guten Überblick über die Punkte, die man beachten sollte, wenn man mit dem Bloggen beginnt.
Pagerank 6 ist wirklich eine Hausnummer. Da sieht man mal, was man mit gutem Content erreichen kann. Heute spielt der Pagerank keine Rolle mehr. Der Weg zu einer „ordentlichen“ Domain war auf jeden Fall richtig, auch wenn es dich nie gestört hat, mit eine Subdomain unterwegs zu sein. Danke für deinen Kommentar und den kurzen Einblick in die Geschichte deines Blogs, Christian.
Vielen Dank für diesen informativen und wirklich guten Überblick. Als wir 2017 mit dem Bloggen begonnen haben, wäre so eine Zusammenfassung wirklich hilfreich gewesen. Viele Lektionen mussten wir im Laufe der Zeit lernen und sind damit noch immer nicht fertig. Wir diskutieren regelmäßig darüber, wie wir unser Blog noch besser machen können. Bei unserer nächsten Besprechung werden wir deshalb bestimmt auf die Links in diesem Artikel eingehen. Das eine oder andere davon haben wir schon umgesetzt, aber es gibt noch so viele Anregungen und gute Vorschläge, dass uns die Arbeit damit sicher nicht ausgehen wird.
Vielen Dank für das Feedback! Mein Beitrag ist in der Tat dafür gedacht, sich einen ersten Überblick zu verschaffen und mit den angegebenen Links selbständig weiter zu recherchieren.
Das Deutsche Uhrenmuseum scheint in Sachen Blog schon auf einem sehr guten Weg zu sein. Leider ist es eines der ganz wenigen Museen, die das Bloggen für sich entdeckt haben. Das Potenzial wird leider noch zu häufig verkannt. Offensichtlich wird nur der notwendige personelle Einsatz gesehen.
Die wichtigste Lehre, die wir aus unserem bisherigen Engagement sicherlich gezogen haben, war die Tatsache, dass ohne Einsatz von Zeit und Mühe auch nichts herauskommt. Wer ernsthaft bloggen will, sollte sich darauf einstellen, Arbeit zu investieren, um Ergebnisse zu bekommen. Aber der personelle Einsatz lohnt sich langfristig, denn mit einem Blog können museale Inhalte den begrenzten Ausstellungsraum des Museums verlassen und stehen dann für viel mehr Menschen zur Verfügung.
Diese Position werden wir auch am 4. und 5. Juni 2019 beim „Denkfest 2019“ zum Thema „Vom ICH zum WIR!? – Kunst und Kultur in Zeiten der Digitalisierung“ vertreten. Zu dieser Gelegenheit wurden wir von der Metropolregion Rhein-Neckar eingeladen und halten einen Vortrag über unsere Erfahrungen beim Bloggen. Vielleicht haben Sie ja Lust, dabei zu sein? Dann könnten wir uns auch einmal persönlich kennenlernen.
Ich muss schauen, ob es mir möglich sein wird, teilzunehmen. Da es nicht gerade um die Ecke ist, wird es mich einige Tage aus der Arbeit herausreißen. Die Veranstaltung klingt aber interessant.
Hi Damian,
vielen Dank für den tollen Artikel! Für mich als Bloganfänger sind da ein paar richtig gute Infos dabei.
Viele Grüße,
Matt
So eine praktische Übersicht wünscht man sich doch als Anfänger… Top. Danke und viele Grüße, Roman
Echt ein klasse Leitfaden, da kann sich jeder Leser sehr gut orientieren dran. Danke
Danke für den Beitrag