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Die richtige Domain für Blog und Website

Posted on – zuletzt aktualisiert am 30. Juni 2026
Die Suche nach der richtigen Domain

Eine neue Website

Insofern nicht bereits ein Webauftritt existiert, beginnt jedes neue Website-Projekt mit der gleichen Frage: Welchen Domainnamen soll ich wählen und wie bekomme ich heraus, welche davon noch frei sind? Gerade die erste Frage sollte nicht leichtfertig und vorschnell entschieden werden. Die Domain ist schließlich nicht nur eine technische Adresse, sondern auch ein wichtiger Teil der Außendarstellung. Sie erscheint auf Visitenkarten, in E-Mail-Adressen, auf Social-Media-Profilen, in Suchmaschinen und überall dort, wo auf die eigene Website verwiesen wird. Im Idealfall ist sie leicht zu merken, gut auszusprechen und vermittelt bereits einen ersten Eindruck davon, worum es auf der Website geht.

Ein späterer Umzug auf eine andere Domain ist mit Nachteilen und Aufwand verbunden. Zwar lässt sich ein Domainwechsel technisch umsetzen, doch er kann für Verwirrung bei Besuchern sorgen, bestehende Verlinkungen entwerten und auch bei Suchmaschinen vorübergehend Spuren hinterlassen. Widmen wir uns daher zunächst dem einfacheren zweiten Teil der Frage.

Domainnamen auf Verfügbarkeit prüfen

Deutsche Domains, die auf .de enden, werden durch die DENIC eG, die zentrale Registrierungsstelle für Domains in Deutschland, verwaltet. Dort kann man diese weiterhin auf Verfügbarkeit prüfen. Wer wissen möchte, wem eine bereits registrierte Domain gehört, bekommt über die öffentliche Domainabfrage jedoch seit geraumer Zeit nur noch eingeschränkt Auskunft. Personenbezogene Daten privater Domaininhaber werden aus Datenschutzgründen in der Regel nicht öffentlich angezeigt. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine gesonderte Inhaberauskunft möglich. Keine Bange: Sie müssen Ihre Domain später nicht selbst bei der Denic registrieren. Das erledigt Ihr Hoster für Sie. Dies ist der Dienstleister, bei dem Sie schließlich Ihre Website auf einem Server online bringen.

Komfortabler geht ein Domain-Check jedoch bei den meisten Hostern vonstatten. Strato oder all-inkl.com bieten einen solchen direkt auf ihrer Startseite an. Dabei werden auch gleich Vorschläge für eine Domain mit anderen Endungen serviert. In aller Regel empfiehlt es sich, die Domain bei dem Hoster zu reservieren, wenn man dort seinen Webspace anmietet. Zwar kann man dies auch generell voneinander trennen, doch für den durchschnittlichen Webmaster ist diese Option von wenig Interesse. Wichtig ist nur, dass man die Zugangsdaten zum Kundenkonto sorgfältig aufbewahrt und selbst als Domaininhaber eingetragen ist – besonders dann, wenn eine Agentur oder ein Dienstleister die Registrierung übernimmt.

Strategien für die richtige Domainwahl

Allgemeine Überlegungen zum Domainnamen

Der Domainname sollte nicht zu lang und einprägsam sein. Er darf nicht unpassend wirken und kann im Idealfall dem Leser bereits eine ganz grobe Vorstellung vom Inhalt der Website geben. Der Interessent sollte wissen, dass er hier richtig ist. Bindestriche sind erlaubt, Zahlen auch. Letztere sollten aber nur eingesetzt werden, wenn sie zum Markennamen gehören. Alles andere wirkt unseriös. Auch Umlaute und Sonderzeichen sind in .de-Domains grundsätzlich möglich. Gerade bei Projekten, die leicht kommunizierbar sein sollen, würde ich jedoch genau abwägen, ob nicht die klassische Schreibweise mit ae, oe oder ue praktischer ist.

Natürlich hängt die Wahl des Domainnamens entscheidend davon ab, welche Art von Inhalt der zukünftige Webauftritt beheimaten soll. Und handelt es sich um eine private Website oder eine geschäftliche? Man kann hierbei die Suchstrategien bzw. Auswahlkriterien in drei Kategorien unterteilen:

Markenorientierte Domain

Ist man geschäftlich unterwegs und besitzt bereits einen Betrieb mit eigenem Markennamen, dann ist diese Option sicher die einfachste und naheliegendste. Der Domainname sollte dann möglichst eng an den eigenen Unternehmens-, Projekt- oder Markennamen angelehnt sein. stadtwerke-bramsche.de oder hagebau.de fallen in diese Kategorie. Bei Vereinen, Kulturträgern und anderen Institutionen dürfte diese Variante ebenfalls oberste Priorität besitzen. Beispiele hierfür wären Domains wie kulturverein-borgholzhausen.de oder focke-museum.de.

Auch für Freiberufler und Selbstständige ist dies eine in Erwägung zu ziehende Option: zeilenabstand.net setzt auf diese Strategie, ebenso federkiel.info. Vor der Registrierung sollte man allerdings kurz prüfen, ob durch den gewünschten Namen Rechte Dritter berührt werden könnten, etwa durch ältere Marken- oder Unternehmenskennzeichen. Das gilt besonders dann, wenn ein Kunstwort, ein Produktname oder ein stark markenähnlicher Begriff verwendet werden soll.

Personenorientierte Domain

Ein Domainname, der den Personennamen darstellt, ist vor allem bei privaten Website-Betreibern, bei Bloggern, aber auch bei kleinen Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern beliebt, die sich über eine einzige Person definieren. Diese Lösung bietet sich besonders dann an, wenn die eigene Person langfristig im Mittelpunkt steht – etwa bei einem persönlichen Blog, einer Personenmarke oder einer freiberuflichen Tätigkeit. Dabei gibt es natürlich verschiedene Varianten: erika-mustermann.de kann es ebenso heißen wie erikamustermann.de. Es kann aber auch zu Mischformen kommen, wenn der Personenname Teil der Marke ist, wie bei tischlerei-bergmann.de.

Inhaltsorientierte Domain

Hierbei werden der Inhalt der Website oder die angebotene Leistung in den Vordergrund gestellt. diekulturreferentin.de, konzept-und-kommunikation.de sowie modellbahn-portal.de gehören in diese Kategorie. In Kombination mit Ortsnamen finden sich solche Domains gelegentlich auch. webdesign-oldenburg.de wäre hierbei eine mögliche Lösung. Den Kombinationsmöglichkeiten sind in diesem Bereich wenige Grenzen gesetzt. Eine solche Domain kann für Besucher sehr hilfreich sein, weil sie bereits vor dem ersten Klick erkennen lässt, welches Thema, welche Leistung oder welche Region im Mittelpunkt steht.

Gerade bei sehr gängigen Begriffen muss man sehr einfallsreich sein, um noch eine freie Adresse zu finden. Zudem sollte man sich nicht allein auf vermeintliche SEO-Vorteile einer Keyword-Domain verlassen. Ein treffender Domainname kann Orientierung geben und die Klickentscheidung erleichtern, ersetzt aber keine guten Inhalte, keine klare Positionierung und keine überzeugende Website.

Die gängigsten Domainendungen

Was soll man nun tun, wenn man trotz aller Kreativität und unterschiedlicher Strategien nur auf schon belegte Domainnamen gestoßen ist? Hier empfiehlt es sich, darüber nachzudenken, ob nicht eine andere Domainendung (auch Top-Level-Domain (TLD) genannt) als .de denkbar ist. Man sollte aber davon Abstand nehmen, einfach auf andere Länderendungen auszuweichen (nein, .by steht nicht für Bayern, sondern für Belarus). Das führt nur zu unnötigen Irritationen. Es gibt weitaus bessere Alternativen:

  • .eu
    Immer dann, wenn die Zielgruppe auch auf europäischer Ebene zu finden ist, ist diese TLD eine wirklich gute Alternative. Sie ist seit 2005 verfügbar und bietet auch heute noch vergleichsweise viele freie Domains. Zu beachten ist allerdings, dass .eu-Domains an bestimmte Voraussetzungen gebunden sind, etwa an Wohnsitz, Staatsbürgerschaft oder Unternehmenssitz in der EU bzw. im Europäischen Wirtschaftsraum.
  • .net
    Diese TLD gehört zu den ältesten überhaupt und erfreut sich sehr hoher Beliebtheit. Auch wenn die Endung ursprünglich für network (Netzwerk) stand, unterliegt ihre Verwendung heute keinerlei Beschränkungen mehr. Da das ganze Internet ein Netzwerk ist, ist ihr Einsatz meiner Ansicht nach bei sehr vielen Themen legitim. Auch zeilenabstand.net nutzt diesen Umstand.
  • .org
    Ursprünglich für nichtkommerzielle Organisationen bestimmt, erfreut sich auch diese TLD hoher Beliebtheit. Grundsätzlich bietet sie sich bei jeglicher Form von Organisationen an und dürfte daher auch für Vereine sehr interessant sein. stadtbild-deutschland.org ist hierfür ein Beispiel.
  • .info
    Die TLD steht für information und entstand als Alternative zu .com und .net, bei denen viele Namen schon lange vergeben sind. Sie eignet sich insbesondere dann, wenn die Website einen gewissen Informationsgehalt bietet und nicht nur als Shop, Vereinsseite oder private Bildergalerie geführt wird. Blogs und Foren könnten hierauf ausweichen.
  • .com
    Die global meistverwendete TLD geht zwar auf commercial zurück, wird heute aber längst nicht mehr nur für klassische Unternehmensseiten verwendet. Sie bietet sich vorwiegend dann an, wenn ein Projekt international ausgerichtet ist oder bewusst nicht auf ein einzelnes Land begrenzt wirken soll. Für rein deutschsprachige Angebote mit Zielgruppe in Deutschland bleibt .de aber häufig die naheliegendere Wahl.

Darüber hinaus gibt es inzwischen zahlreiche weitere Domainendungen wie .blog, .online, .site, .shop, .design oder .media. Solche Endungen können im Einzelfall hervorragend passen, wirken aber nicht immer so vertraut wie .de, .com, .net oder .org. Außerdem sollte man Preise, Verlängerungskosten und Seriositätswirkung genau prüfen, bevor man sich für eine weniger geläufige Endung entscheidet.

Subdomains und Domainstrategien für Blogger

Vielleicht sind Ihnen schon mal Domains in der etwas kryptischen Form erikamustermann.wordpress.com aufgefallen. Um diese zu erläutern, muss ich ein wenig ausholen. Wir haben bereits die Top-Level-Domain, die Domainendung, kennengelernt. Das, was wir als Domainnamen bezeichnen, also den Hauptteil, nennt sich im Fachjargon Second-Level-Domain. Und davor können – wie in unserem Beispiel mit Punkt abgetrennt – noch weitere Ebenen dazukommen, die sogenannten Subdomains. Grundsätzlich kann ein Webmaster damit seine eigene Website in mehrere unabhängige Bereiche unterteilen. Dies bietet sich vorwiegend bei sehr großen Websites mit vielen unterschiedlichen Themenschwerpunkten an. Vielleicht besitzt eine Institution neben der eigentlichen Website einen Shop, ein Forum, eine interne Kommunikationsplattform etc. Diese könnten dann auf diese Weise angesteuert werden.

Auf dieser technischen Grundlage bietet WordPress.com speziell für Blogger an, mit nur wenigen Klicks den eigenen Blog online zu stellen. Diese Blogs bekommen dann eine Domain in Form der obigen Subdomain. In gleicher Weise bietet übrigens auch blogger.com seine Dienste an, weshalb man häufig auch Adressen wie erikamustermann.blogspot.com zu Gesicht bekommt. Bei beiden Diensten lässt sich je nach Einstellung und Tarif auch eine eigene Domain verwenden, sodass der Blog nicht dauerhaft unter einer solchen Subdomain erreichbar sein muss. Für Einsteiger und den kurzfristigen Hausgebrauch geeignet und meist nett anzusehen, ist die Funktionalität bei diesen Lösungen allerdings je nach Dienst und Tarif stark eingeschränkt. Das erkennt man nicht zuletzt auch an den wenig ansehnlichen und weniger gut kommunizierbaren Domainnamen. Für ambitionierte Blogger empfiehlt sich dann doch der Griff zum echten Hostingpaket und zu einer vollwertigen, selbst verwalteten Softwarelösung für Blogs.

In diesen Zusammenhang gehört auch der kleine, aber feine Unterschied zwischen den Seiten WordPress.com und WordPress.org. WordPress.com ist ein gehosteter Dienst, bei dem Hosting, Wartung und Einstieg stark vereinfacht werden. WordPress.org steht dagegen für die freie WordPress-Software, die man auf eigenem Webspace installieren und weitgehend selbst verwalten kann. Erstere Variante bietet also den beschriebenen schnellen Einstieg für Blogger, letztere die vollwertige Software als Content Management System.

2 Kommentare zu “Die richtige Domain für Blog und Website

  1. Hi, ich möchte noch einen Aspekt in die Auswahl der passenden Domaine reinbringen.

    Willst du erste Schritte mit deinem Blog wagen und als Personenmarke bekannt werden, dann sichere dir eine Domain mit deinem Namen. Ist auch für Vielinteressierte sog. Scanner empfehlenswert.

    Möchtest du die Möglichkeit offen halten, dein Unternehmen zu verkaufen, dann ist das Thema sinnvoll als Domaine.

    Ich würde dabei immer auf den Kundennutzen oder das Problem gehen. Eine Methode würde ich nie in den Namen packen.

    SinnSTIFTende Grüße David

    1. Vielen Dank für deinen Kommentar, David. Eine Methode im Domainnamen zu verpacken, dürfte in der Tat meist nicht sinnvoll sein, weil der Besucher häufig damit nicht vertraut ist. Er weiß aber sehr wohl, welche Leistung oder welche Inhalte er sucht.

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